More Than Games – Wie politisch sind Videospiele?

More than games

Wie politisch sind Videospiele? Wie kann, darf, oder sollte man sich mit Videospielen auseinandersetzten? – Rückblick zMore than gamesur Veranstaltungsreihe des AStA im WiSe 2015/2016

Das Videospiel, welches ursprünglich für Kinder gedacht war ist mittlerweile technisch hoch entwickelt. Aber nicht nur das Spiel, sondern auch die Spieler sind erwachsen geworden. Egal ob jung oder alt, jeder „zockt“. Im selben Zug hat die Game Industrie mehr und mehr an Bedeutung.

Während andere Unterhaltungsmedien, wie z.B. Filme dafür bekannt sind politische und gesellschaftskulturelle Inhalte aufzugreifen, zu überspitzen, zu beschönigen oder gar zu verzerren ist das Bewusstsein dafür beim Unterhaltungsmedium „Videospiel“ nahezu nicht vorhanden.

Auch die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit politischen und gesellschaftskulturellen Inhalten in Videospiele steht noch weitestgehend am Anfang. Vereinzelte Universitäten, wie beispielsweise die Universität Bayreuth haben sich diesem Thema jedoch mittlerweile angenommen und bieten Studiengänge an, die genau diese Sachverhalte untersuchen. So wurde an der Universität Bayreuth zum Wintersemester 15/16 beispielsweise ein Masterstudiengang Computerwissenschaften eingerichtet.

An der Universität Kassel gibt es dieses Angebot noch nicht. Aus diesem Grund hat sich das Referat für Politische Bildung des AStA der Universität Kassel im Wintersemester 2015/2016 diesem Thema angenommen und eine Veranstaltungsreihe organisiert, die sich mit verschiedenen politischen und gesellschaftskulturellen Inhalten aktueller Videospiele beschäftigte.

Dazu gab es im Abstand von jeweils einem Monat drei Veranstaltungen mit Vorträgen und anschließenden Diskussionsrunden.

Die erste Veranstaltung fand am 05.11.2015 zum Thema „Gender in Games – Geschlechter- Rollenbilder und Sex in Videospielen“ statt. Referentin war die freischaffende Illustratorin und Spielejournalistin Nina Kiel.

Mit dem Thema „Das virtuelle Schlachtfeld – Videospiele, Militär und die Rüstungsindustrie“ ging es am 03.12.2015 weiter. Referent war der Politologe und Autor Michael Schulze von Glaßer.

Die dritte und letzte Veranstaltung beschäftigte sich mit dem Thema „(Spiel-)Weltanschauungen: Ideologien in Videospielen“ zu dem der freiberufliche Dozent Christian Huberts einen interessanten Vortrag hielt.

Alle drei Veranstaltungen waren mit jeweils ca. 120 Studierenden sehr gut besucht, was auch Anlass dafür war, die Veranstaltungsreihe im SoSe 2016 unter dem Titel „More Than Games 2.0“ neuaufzulegen und mit weitere Themenfelder zu ergänzen. Die ersten Termine stehen bereits fest und werden, gegen Anfang des Semesters hier veröffentlicht.

Abschließend geht noch ein großes Dankeschön an den Retro-Game-Shop Flashback in Kassel, der die Veranstaltung unterstütz hat und an Michael Schulze von Glaßer der neben seinem Vortrag auch an der Organisation beteiligt war und die Plakate und Flyer gelayoutet hat.